Toyota und Mazda planen Werk in den USA

Montgomery (Reuters) - Die japanischen Autobauer Toyota und Mazda errichten ein gemeinsames Montagewerk im US-Bundesstaat Alabama. Ab 2021 sollen dort rund 300 000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen. Mazda wird dort ein neues für die USA geplantes Crossovermodell fertigen und Toyota den Corolla bauen. Es entstehen bis zu 4000 Arbeitsplätze. Toyota hat bereits ein Motorenwerk in Alabama. Bislang ist nicht bekannt, was ihnen an Steuernachlässen und anderen Anreizen gewährt wird. Politiker sind in der Regel zu teuren Zugeständnissen bereit, um als Beschaffer von Jobs auftrumpfen zu können. Die Region von Texas bis South Carolina gewinnt im Standort-Wettbewerb immer häufiger gegen das traditionelle Zentrum der US-Autoindustrie rund um die "Motor City" Detroit.

Angelockt von geringerem Gewerkschaftseinfluss und günstigeren Produktionskosten setzen vor allem ausländische Hersteller stark auf den Süden. Der Boom begann vor zwei Jahrzehnten, als Alabama schätzungsweise 250 Millionen Dollar in die Hand nahm, um Mercedes für den Bau eines Autoteile-Werks anzulocken. Volkswagen fertigt im benachbarten Bundesstaat Tennessee, BMW nicht weit entfernt in South Carolina.

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