Traurig: Kartbahn Michael Schumacher nicht zu retten

Die Rennstrecke in Kerpen-Manheim bei Köln soll im Jahr 2020 dem Braunkohle-Tagebau Hambach weichen. Michael Schumachers Vater war zeitweise sogar Pächter der Bahn.

Der Erftlandring in Kerpen: Das Grundstück muss dem Braunkohle-Abbau weichen. Und nun gibt der Club auch die Hoffnung auf einen neuen Kartbahn-Standort offensichtlich auf. Auf dem Erftlandring feierte einst Michael Schumacher seine ersten Motorsporterfolge. Auch Sebastian Vettels Erfolgsgeschichte begann in Kerpen-Manheim.

Gerade wird in der Ortschaft Immerath eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert abgerissen. "Hier sterben Tradition und erfolgreiche Jugendförderung gleichzeitig", sagte Jugendwart Ralf Schumacher (nicht verwandt mit Michael Schumacher oder dessen Bruder Ralf) dem "Express". Die Betreiber sind auf der Suche nach einem neuen Standort, ein Energiekonzern bietet eine Millionen-Abfertigung.

Die berühmte Kartbahn, auf der die Ex-Formel 1-Piloten Michael und Ralf Schumacher ihre Karriere begonnen haben, fällt dem Braunkohletagebau. Ein alternativer Standort konnte trotz jahrelanger gemeinsamer Suche des Klubs und RWE bislang nicht gefunden werden. Der Klub soll seinen Anteil jetzt an RWE verkaufen. Unklar ist, was mit dem Zweidrittel-Anteil passiert, der Michael Schumacher gehört.

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Müsste von RWE auch entschädigt werden das Werkstatt und Bürogebäude von Kartclub-Präsident Gerhard Noack am Erftlandring

Schumi-Managerin Sabine Kehm (53) sagte der Zeitung: "Die Familie Schumacher ist über die Entwicklungen auf dem Laufenden".

Schumacher wuchs im Kerpen auf.

In Kerpen verschwindet in den kommenden Jahren ein Stück Motorsport-Geschichte. Auch die deutschen Formel-1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld traten hier an. Die Bahn war Austragungsort mehrerer nationaler und internationaler Meisterschaften.

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