Trump Anwalt soll Pornostar Schweigegeld gezahlt haben

US-Präsident Donald Trumps Anwalt soll 130'000 Dollar an eine Pornodarstellerin gezahlt haben, damit eine angebliche Affäre zwischen ihr und Trump nicht publik wird. Die intime Begegnung mit Clifford, mit dem Künstlernamen "Stormy Daniels", habe irgendwann danach stattgefunden.

Laut der Zeitung "Wall Street Journal" begannen die Beziehungen zwischen Trump und Clifford 2006, als er bereits mit Melania verheiratet war. Trump-Anwalt Cohen soll die Vereinbarung damals über den Clifford-Anwalt Keith Davidson eingefädelt haben.

Gegenüber dem "Wall Street Journal" (WSJ) ging Trump-Anwalt Cohen nicht näher auf seine mögliche Rolle als Unterhändler ein, er bestritt aber jegliche Beziehung zwischen Trump und Clifford.

Während der Wahlkampagne war ein Mitschnitt aus dem Jahr 2005 an die Öffentlichkeit gelangt, in dem Trump sich damit rühmt, er könne sich bei Frauen alles erlauben, weil er ein Star sei - auch ihnen zwischen die Beine zu greifen oder sie ungefragt zu küssen.

Die Zeitung beruft sich auf Quellen aus dem Umfeld der Darstellerin, die mit ihr über den Sex mit Trump gesprochen hätten. "Slate"-Chefredakteur Jacob Weisberg sagte, dass Clifford ihm gegenüber die Affäre mit Trump bestätigt habe, wie die "New York Times" berichtet". Jetzt will das "Wall Street Journal" den Grund dafür gefunden haben. Zudem schickte Cohen dem Blatt eine mit "Stormy Daniels" unterzeichnete Stellungnahme, in der sie leugnete, "Schweigegeld" von Trump erhalten zu haben. Die Pornodarstellerin hatte zuvor ebenfalls gesagt, es habe kein Verhältnis gegeben.

Das Weiße Haus erklärte am Freitag, die Geschichte sei ein "alter, recycelter Bericht", der schon vor der US-Wahl erschienen sei.

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