Trump nennt Haiti und afrikanische Staaten "Dreckslochländer"

Die Äußerungen sollen bei einem Gespräch Trumps mit Senatoren im Weißen Haus gefallen sein.

US-Präsident Donald Trump hat sich am Donnerstag in vulgären Worten gegen ein Einwanderungsabkommen gewehrt, das Schutzmaßnahmen für Menschen aus Haiti und afrikanischen Ländern vorsieht und verlangt, bei einem Treffen im Weißen Haus zu erfahren, warum er Einwanderer aus "Shithole-Ländern" anstatt Menschen aus Ländern wie Norwegen akzeptieren sollte, sagten Personen mit direkter Kenntnis der Konversation. Er habe gefragt, warum so viele Menschen aus "Dreckslöchern" in die USA kommen müssten, schrieb die Zeitung unter Berufung auf zwei nicht näher beschriebene Personen, die über das Treffen unterrichtet worden seien.

Bei den Beratungen über ein neues Einwanderungsgesetz hat sich US-Präsident Trump Berichten zufolge verächtlich über Einwanderer aus Afrika und Haiti geäußert.

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Trump hatte sich demnach im Oval Office mit mehreren Senatoren und Kongressabgeordneten getroffen, um über die US-Einwanderungspolitik zu sprechen.

Der Demokrat Cedric Richmond, Vorsitzender der afro-amerikanischen Abgeordnetengruppe Black Caucus, erklärte, Trumps Bemerkungen seien ein weiterer Beleg dafür, dass "sein Programm 'Macht Amerika wieder großartig' in Wahrheit ein 'Macht Amerika wieder weiß' bedeutet"'.

Diese Nachricht wurde am 12.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Ihnen sollten andere Visa-Möglichkeiten eröffnet werden – und, im Gegenzug für die Abschaffung des Verlosungsprinzips, sollte Menschen aus El Salvador, Guatemala und Haiti der Aufenthalt erlaubt werden, die nach Naturkatastrophen in ihrer Heimat in die USA geflohen sind. Trump sagte dann, er wolle lieber Einwanderer aus Ländern wie Norwegen. Der demokratische Senator Ben Cardin sagte: "Ich hätte nie geglaubt, dass so etwas aus dem Mund des Präsidenten der Vereinigten Staaten kommt".

Trumps berühmt-berüchtigte Basis, die von konservativen Republikanern bis zu offenen Rassisten reicht, mag solche Sprüche. Es gehe ihm um "dauerhafte Lösungen". So sagte der Abgeordnete Luis Gutierrez (64, Illinois): "Demokraten und Republikaner legen einen Vorschlag vor".

Kritik kam auch von den UN. "Man kann das nicht anders nennen als 'rassistisch'", sagte der Sprecher des Menschenrechtsbüros in Genf, Rupert Colville, am Freitag. 316.000 Menschen waren bei dem verheerenden Unglück vor acht Jahren ums Leben gekommen. Die Reaktionen aus Haiti ließen nicht lange auf sich warten. Und auch das geschieht nicht alle Tage: In der Anmoderation zum Beitrag über die Äußerungen des Präsidenten warnte NBC-Moderator Lester Holt: "Das, was Sie gleich hören, könnte für einige unserer jüngeren Zuschauer nicht geeignet sein".

Der Ex-CIA-Mann empört sich auf CNN über Trumps Aussage. "Amerika ist unter anderem so besonders, weil wir die Besten und Schlauesten der Welt bei uns willkommen heissen, ohne Rücksicht auf ihr Heimatland".

Seine Sätze sind rassistisch, denn sie bedeuten, dass Trump für die USA nur weiße Einwanderer will, also keine Schwarzen, keine Latinos. Mit seiner harschen Anti-Immigranten-Rhetorik sorgte er immer wieder für Empörung, etwa als er Einwanderer aus Mexiko pauschal als "Vergewaltiger" brandmarkte.

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