Trump wettert gegen Kim: "Mein Atomknopf ist grösser als seiner"

Bereits in der Vergangenheit sind sich der US-Präsident und Kim hart angegangen.

Nordkorea hat nach fast zweijähriger Unterbrechung einen Kommunikationskanal mit dem Süden wiedereröffnet. Machthaber Kim Jong-un ordnete am Mittwochnachmittag an, die direkten Telefonverbindungen wieder freizuschalten. Insgesamt verlaufen 33 Telefon- und Faxleitungen zwischen den beiden Staaten.

Nordkorea will die seit langem geschlossene Kommunikationsverbindung zu Südkorea an der schwer bewachten Grenze noch am Mittwoch wieder öffnen. Nachdem die südkoreanische Seite sich jedoch nach dem vorletzten Test einer Atombombe aus einem gemeinsam betriebenen Industriepark in Kaesong, wenige Kilometer nördlich von Panmunjom, zurückgezogen hatte, antwortete der Norden nicht mehr. Südkoreanische Offiziere versuchten seitdem trotzdem jeden Tag aufs Neue, eine Verbindung herzustellen. Jeweils morgens um neun Uhr, und nachmittags gegen 16 Uhr.

Sportlich qualifiziert sind die Paarläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik, allerdings hatte Nordkorea zuletzt eine Meldefrist des Eiskunstlauf-Weltverbandes ISU verstreichen lassen. Zuvor hatten die USA die Erwartungen an mögliche Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea gedämpft. Es ist jedoch sehr fraglich, ob sich Pjöngjang darauf einlassen wird.

Dies solle genutzt werden, um über die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar zu sprechen.

Kim schlug in seiner Neujahrsansprache aber auch moderatere Töne an und bot Südkorea einen Dialog zum Abbau der Spannungen an. Südkorea hatte daraufhin am Dienstag vorgeschlagen, in der nächsten Woche ein Treffen auf hoher Ebene in Panmunjom abzuhalten. Die beiden Länder könnten sich dazu sofort treffen, schlug er vor. China begrüßte das Gesprächsangebot dagegen als ein Zeichen für eine Entspannung im Streit über das nordkoreanische Atomprogramm. Peking hoffe, dass sich Pjöngjang und Seoul dabei "auf halbem Weg entgegenkommen", sagte der chinesische Außenministeriumssprecher Geng Shuang m Mittwoch. "Alle beteiligten Seiten" sollten die "positive Wende der Ereignisse" nutzen.

Im Atomstreit mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump seine Rhetorik gegen Staatschef Kim Jong Un verschärft und mit dem Atomwaffenknopf gedroht. Im Gegensatz zu Kims Knopf funktioniere seiner, schrieb Trump am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter. "Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen atomaren Knopf habe", so der US-Präsident.

Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache angeboten, eine Delegation zu den Olympischen Spielen in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon zu schicken. Mehrere Politiker der US-Demokraten kritisierten Trumps Tweet scharf.

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