Vinschgau: Deutsche Mutter und Tochter sterben bei Lawinenunglück in Südtirol

► Die Gruppe Deutscher ist abseits der Piste Ski gefahren - da löste sich in Südtirol eine Lawine. Das Mädchen, geboren 2006, sei zwar am Mittwoch im Vinschgau aus der Lawine gerettet worden, habe aber nicht überlebt, sagte ein Sprecher der Polizei in Bozen der Deutschen Presse-Agentur. Die 45-jährige Mutter wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht und erlag dort ihren Verletzungen. Die beiden waren mit einer Skigruppe aus Ludwigsburg abseits der Piste unterwegs. Das Schneebrett war am Mittwoch im Skigebiet Schöneben-Haideralm abgegangen. Auf deren Homepage ist seit der Nacht eine Trauernotiz zu lesen: "Die Schneeläuferzunft Ludwigsburg trauert. unsere Gedanken sind bei den Angehörigen". Es riss mehrere der Skifahrer mit, darunter eben die Mutter und ihr Kind, die jedoch als einzige verschüttet wurden. Auch der Vater gehörte zu der Skiläufergruppe. Die Schneeläuferzunft hatte eine fünftätige Neujahrsausfahrt für Familien, Kinder und Jugendliche angeboten.

In vielen Fällen lösen sie diese selbst aus - so wie vermutlich auch dieses Mal. Warnhinweise werden oftmals bewusst missachtet, um abseits der kontrollierten Pisten ungestört und frei zu fahren. Schlechte Sichtverhältnisse und starker Wind erschwerten die Rettung, Hubschrauber konnten im Schneegestöber zunächst nicht fliegen. Die Aktion lief auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter.

In den vergangenen Tagen hatte es in den italienischen Alpen viel geschneit. Derzeit herrscht in Südtirol eine Lawinengefahr der Stufe drei bis vier. Das Gebiet liegt nahe der Grenze zwischen Österreich und Italien.

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