VW-Manager Oliver Schmidt wehrt sich gegen fristlose Kündigung

Nach seinem Verständnis habe er sich zu jeder Zeit loyal gegenüber Volkswagen verhalten, teilte sein Arbeitsrechtsanwalt dem BR zudem mit.

Der frühere Volkswagen-Manager Oliver Schmidt wehrt sich juristisch gegen seinen Rauswurf. Ihren Angaben zufolge hatte Volkswagen Schmidt am 19. Dezember, zwei Wochen nach der Verurteilung von einem US-Gericht, fristlos gekündigt. Das bestätigte eine Sprecherin des Arbeitsgerichts Braunschweig. "Herr Schmidt hält die Kündigung für rechtswidrig", sagte sein Arbeitsrechtsanwalt dem BR, der zum jetzigen Zeitpunkt namentlich nicht genannt werden möchte.

"Herr Schmidt hat ausschließlich im Rahmen der ihm von Volkswagen erteilten arbeitgeberseitigen Weisungen gehandelt". Um welche Personen es sich dabei handeln könnte, blieb unklar.

Ein Termin für die Güteverhandlung steht demnach noch nicht fest. In früheren Stellungnahmen zur Causa Schmidt hieß es, VW sehe sich grundsätzlich an Compliance-Vorgaben gebunden, die bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten auch arbeitsrechtliche Maßnahmen erfordern.

Der 48-jährige Schmidt war Anfang Dezember wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal zur höchstmöglichen Strafe von sieben Jahren Gefängnis und 400 000 Dollar (338 000 Euro) verurteilt worden. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August für schuldig bekannt - wohl in der Hoffnung, dadurch einer harten Bestrafung zu entgehen.

Der Ex-VW-Manager war 20 Jahre für den Konzern tätig und von März 2012 bis Februar 2015 in den USA dafür zuständig, Zulassungsfragen mit den dortigen Umweltbehörden zu regeln.

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