WPA3: Verschlüsselungsprotokoll soll WLAN-Hotspots sicherer machen

Nachdem die Schutztechnologie WPA2 in jüngster Vergangenheit im Zuge der KRACK-Lücke für Negativschlagzeilen gesorgt hatte, soll nun ein neuer Standard für mehr Sicherheit in WLAN-Umgebungen sorgen. Das kündigte die Wi-Fi Alliance, ein Industrieverband, welcher aus Unternehmen wie Apple, Microsoft und Qualcomm besteht, an, wie ZDNet berichtet.

WPA3 soll einerseits eine solche Verschlüsselung einführen, aber auch gegen Wörterbuchangriffe schützen - eine Methode, bei der versucht wird, ein unbekanntes Passwort anhand einer Wörterbuchliste zu ermitteln. Gleichzeitig will man den Umgang mit verschlüsselten WLAN-Verbindungen vereinfachen. Zudem will man den Prozess der Konfiguration der Sicherheit für Geräte vereinfachen, die über keinen Bildschirm verfügen. WPA3: Vier neue FunktionenIn dem neuen Standard hat man vier neue Funktionen definiert: WPA3 soll einen robusten Schutz bieten, selbst wenn Benutzer einfache Passwörter wählen, die den typischen Empfehlungen von Sicherheitsexperten nicht entsprechen.

Eine weitere Funktion wird in WPA3 die Privatsphäre der Nutzer in offenen Netzwerken durch individualisierte Datenverschlüsselung stärken, wie die Wi-Fi Alliance in einem Blog-Eintrag mitteilt.

Drahtlosnetzwerke in kritischen Einrichtungen sollen ausserdem über eine 192-Bit-Sicherheitssuite abgesichert werden, die mit der Commercial National Security Algorithm (CNSA) Suite abgestimmt ist. Geräte, die das neue Protokoll WPA3 unterstützen, sollen noch 2018 auf den Markt kommen.

Im vergangenen Herbst hatte eine vom belgischen Sicherheitsforscher Mathy Vanhoef entdeckte Sicherheitslücke im Vorgängerprotokoll WPA2 das Thema der Sicherheit in WLANs in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Bei dem Krack-Angriff war es möglich, die WLAN-Verschlüsselung auszuhebeln und damit den Datenverkehr in einem WLAN zu belauschen und zu manipulieren.

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