Angeklagter in Terrorprozess von Stockholm bekannte sich schuldig

Zum Auftakt des Terrorprozesses um den Lkw-Anschlag von Stockholm hat der angeklagte Dschihadist ein Geständnis abgelegt.

Sein Anwalt sagte vor Gericht, sein Mandant habe das Attentat im April vergangenen Jahres begangen, um Angst zu verbreiten. Er habe das gestohlene Fahrzeug auf einer Einkaufsstraße in die Menschenmenge gelenkt. Bei der Tat waren fünf Menschen getötet worden.

Der damals 39 Jahre alte Usbeke habe Schweden zwingen wollen, den internationalen Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) aufzugeben, sagte sein Anwalt weiter. Die Anklage wirft dem aus Usbekistan stammenden Rachmat Akilow "Terrorismus" vor.

Akilow hat nach Justizangaben gestanden, mit einem Lkw in eine Stockholmer Einkaufsstraße gerast zu sein, um "Ungläubige" zu töten. Ihm droht nun lebenslange Haft. Der Angeklagte gab sich als überzeugter Anhänger der IS-Miliz zu erkennen. Akilow habe nicht nur fünf Menschen getötet, sondern auch riskiert, dass 150 weitere sterben oder schwer verletzt werden. Nach einer möglichen Gefängnisstrafe solle der Mann ausgewiesen werden. - Ein Urteil wird für Juni erwartet. Er war 2014 nach Schweden gekommen. Nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde, tauchte er ab.

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