Bahn investiert Milliarden in Schienennetz

"Mit der Rekordsumme von 9,3 Milliarden Euro sorgen wir für stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz", erklärte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla. Die Bahn steigere ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 800 Millionen Euro. Ein Großteil des Geldes kommt vom Bund. Auf rund 20 wichtigen Streckenabschnitten führt das, übers Jahr verteilt, zu längeren Fahrzeiten von zehn Minuten bis zu einer halben Stunde. Die Bauvorhaben würden zu 100 Komplexen gebündelt, sogenannten Korridoren. Außerdem sollen bestimmte Verbindungen ganz aus dem Fahrplan gestrichen werden. Gebaut wird zum Beispiel von April bis Oktober zwischen Köln und Düsseldorf-Flughafen, von Juli bis August auf der Strecke Hamburg-Hannover und von Juli bis Oktober zwischen Würzburg und München.

Die Bahn will nach Pofallas Worten die Verspätungen, die durch Baustellen verursacht werden, weiter "deutlich" verringern. Ziel sei, bei gleichbleibend intensivem Baugeschehen ein Drittel mehr Züge zu fahren, als dies heute möglich ist.

Zudem will der Konzern ab 2021 das bundesweite Baustellenmanagement nach den Kriterien des kapazitätsschonenden Bauens steuern; in manchen Regionen werde damit bereits jetzt begonnen. Geplant ist unter anderem der Bau von 1.600 Kilometern neuer Gleise, auch müssen 220 Brücken und 1.700 Weichen in diesem Jahr erneuert oder repariert werden. Hinzu kommen 1,2 Milliarden Euro, mit denen 700 Bahnhöfe modernisiert werden sollen.

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