Donald Trump will ISS in private Hände übergeben

Die US-Regierung will laut einem Zeitungsbericht in ein paar Jahren die Internationale Raumstation ISS privatisieren. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf ein internes Dokument der US-Weltraumbehörde NASA.

"Die Entscheidung, die staatliche Unterstützung für die ISS 2025 zu beenden, bedeutet nicht, dass die Plattform zu diesem Zeitpunkt von ihrem Orbit abgezogen wird", zitiert die "Post "aus dem NASA-Dokument". "Es ist möglich, dass die Industrie beginnen könnte, bestimmte Teile oder Fähigkeiten der ISS als Teil einer künftigen kommerziellen Plattform weiterzubetreiben". Zur Vorbereitung dieses Übergangs will das Weisse Haus dem Bericht zufolge Marktanalysen und Entwicklungspläne anfertigen lassen. Die Nasa wollte zu dem Bericht auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme abgeben. Die Pläne dürften auf heftigen Widerstand stoßen. Außerdem sind andere Länder - außer den USA - am ISS-Projekt beteiligt. Seit der Präsidentschaft von George W. Bush (2001-2009) hat die Nasa vermehrt Aktivitäten an die Privatwirtschaft ausgelagert. Er will die ISS, deren Entwicklung allein die USA rund 100 Milliarden Dollar (82 Milliarden Euro) gekostet hat, an private Betreiber übertragen. Im Moment ist noch unklar, wer solche Ausgaben übernehmen könnte.

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