Dresden-Förderer und Nobelpreisträger Günther Blobel tot

Er starb in New York nach einer Krebserkrankung im Alter von 81 Jahren.

Den Nobelpreis erhielt Blobel 1999 für die Entdeckung, dass neu gebildete Proteine mit einer Signalsequenz an den richtigen Platz in der Zelle kommen.

Nach Angaben der Rockefeller University, an der Blobel rund 50 Jahre wirkte, erlag er einem langen Krebsleiden. Blobel sei eine Wissenschaftsikone, die einen außerordentlichen Beitrag für die Grundlagen der Zellbiologie und Biochemie geleistet habe. Erst im Januar ist für das "Blobel-Haus" am Neumarkt Richtfest gefeiert worden.

Blobel wurde 1936 im schlesischen Waltersdorf geboren. Der Schein des Feuersturms, der über viele Kilometer sichtbar war, prägte ihn jedoch. Ab 1969 lehrte er in New York. Einen Großteil des Preisgeldes stiftete Blobel für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. "Dresden würdigte den Mitbegründer des Vereins "Friends of Dresden" als "wahren Freund" der Stadt. "Hätte ich mir das damals patentieren lassen, ich könnte ganz Dresden wieder aufbauen".

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