Erster rein elektrischer Opel Corsa geht 2020 in Serie

Der Kleinwagen Corsa gehört zu wenigen Erfolgsmodellen der kriselnden Automarke Opel. Spanien sei für Opel und PSA ein wichtiger Markt.

Für den Standort Saragossa hatte Opel erst Ende Januar mit Arbeitnehmervertretern eine Sozialvereinbarung erzielt, um Sparvorgaben der neuen Konzernmutter PSA aus Frankreich umzusetzen. Das teilte Opel-Chef Michael Lohscheller am Mittwoch (14. Februar) mit. Damit läuft die 1993 begonnene Corsa-Montage im thüringischen Eisenach im kommenden Jahr wie ngekündigt aus. Die Mehrheit der Mitarbeiter hat einem Rahmenabkommen zugestimmt, das eine moderate Lohnentwicklung, stärkere Leistungsorientierung bei der Vergütung und flexiblere Arbeitszeitmodelle vorsieht. Das E-Modell Ampera E firmiert zwar auch unter dem Namen Opel, wurde aber federführend von General Motors entwickelt und wird in Detroit gebaut.

Die Zukunft des Werkes in Eisenach mit rund 1800 Mitarbeitern bleibt hingegen weiterhin unklar. In Eisenach sind 2017 noch rund 52.000 Corsas montiert worden. Ein zur gleichmäßigen Auslastung des Werkes dringend benötigtes zweites Modell wurde bislang nicht benannt. Im vergangenen Jahr wurde auch die Produktion des Gemeinschaftsmodells mit PSA - Opel Crossland X/ Citroen C3 Aircross - aufgenommen.

Damit wird das spanische Werk als erstes innerhalb des französischen PSA-Konzerns einen rein elektrischen Opel in Europa fertigen. Seit 1982 sollen hier fast 13 Millionen Fahrzeuge gefertigt worden sein, davon über zehn Millionen Einheiten des Bestsellers Corsa. In den deutschen Werken herrscht Kurzarbeit. Zusätzlich soll es in allen europäischen Pkw-Baureihen bis 2024 jeweils eine Elektroversion geben.

Der neue Corsa soll eines von vier elektrifizierten Modellen im Opel-Portfolio 2020 sein.

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