KBA untersucht Mercedes-Benz Vito wegen möglicher Abschalteinrichtung

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) den dringenden Verdacht, dass Daimler beim Kleintransporter-Model Mercedes Vito eine "unzulässige Abschaltvorrichtung" bei der Abgasreinigung verwendet hat. Die Behörde prüfe, für das Kleintransporter-Modell Vito "wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung" der Abgasreinigung eine amtliche Anhörung einzuleiten, teilte das Bundesverkehrsministerium in Berlin mit.

Daimler bestätigte "technische Gespräche" mit dem KBA "zu einer Anzahl von circa 1000 Fahrzeugen". Es gehe um den Vito Tourer mit der Schadstoffnorm Euro 6 aus alter Produktion, sagte ein Daimler-Sprecher der WirtschaftsWoche.

Laut "Wirtschaftswoche" verdächtigt das KBA den Autohersteller, beim Vito zu wenig von der Harnstofflösung AdBlue einzuspritzen. Diese reduziert den Anteil gesundheitsschädlicher Stickoxide. Die absichtliche Reduktion des AdBlue-Verbrauchs gehöre zu den Manipulationstaktiken, die Volkswagen den Dieselskandal bescherten. Eine Entscheidung des KBA über eine mögliche Manipulation und gegebenenfalls daraus resultierende Folgen wie einen Rückruf steht aber offenbar noch aus.

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