Leiter von LKA-Islamismusdezernat hatte Nebenjob

Auch Martina Renner, designierte Obfrau der Linken im Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestages, sagte: "Die Dienstvorgesetzten von B. müssen sich fragen lassen, warum dem Leiter des Islamismus-Dezernats ein Freibrief für Nebentätigkeiten ausgestellt wurde, obwohl die Überlastung dieses Dezernats bei der LKA-Leitung bekannt war".

Während seine Ermittler mit der Beobachtung islamistischer Gefährder überlastet waren, hatte der Leiter des Islamismus-Dezernats des Landeskriminalamts Berlin offenbar trotzdem Zeit für Nebenjobs.

Berlin - Während seine Ermittler mit der Beobachtung islamistischer Gefährder überlastet waren, ging der Leiter des Islamismus-Dezernats des Berliner LKA privaten Nebentätigkeiten nach. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" am Mittwoch berichtete, ging Dezernatsleiter Axel B.im Jahr 2016 an 36 Tagen einer Nebentätigkeit nach. Die Pressestelle der Polizei Berlin bestätigte dies dem Bericht zufolge.

Die Zustände im Berliner Landeskriminalamt (LKA) stehen im Fokus der Aufarbeitung des Attentats auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz mit zwölf Toten im Dezember 2016. In dem Ausschuss hatten Terrorermittler aus Nordrhein-Westfalen die Arbeit ihrer Berliner Kollegen kritisiert.

Die Pressestelle der Polizei Berlin teilte auf Nachfrage mit, die Nebentätigkeit sei genehmigt gewesen, B. habe "alle Dienstpflichten uneingeschränkt erfüllt". Sie habe zudem die Diensterfüllung des Dezernatsleiters nicht eingeschränkt.

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