Milliarden-Markt rund um das Smartphone

Nach Angaben des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner sind die Verkäufe von Smartphones erstmals rückläufig. Laut Digitalverband Bitkom werden in diesem Jahr mehr als 33,3 Milliarden Euro rund um das Smartphone umgesetzt - mit Datendiensten, Apps und Infrastruktur. Beim Marktführer Samsung brachen die Verkäufe im gleichen Zeitraum um 3,6 Prozent ein, auch die iPhone-Verkäufe gingen im vierten Quartal 2016 um fünf Prozent zurück. Demgegenüber stehen nur 10,1 Milliarden Euro, welche die Hersteller der Endgräte einnehmen.

"Wohl noch nie in der Wirtschaftsgeschichte ist in so kurzer Zeit rund um einen einzelnen Gerätetyp ein so großer Markt entstanden", sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas. Nach Schätzungen des Verbandes wird der Umsatz mit Smartphones in diesem Jahr leicht um 1,9 Prozent zulegen, der Absatz dürfte nur gering um 0,1 Prozent steigen. "Der Preismix wird breiter", sagte Haas.

Der Nutzungszeitraum eines Smartphones bleibt dabei weiter gering. Für die sinkenden Verkäufe im vierten Quartal gebe es laut Gartner mehrere Gründe: Immer weniger Nutzer würden von ihrem Feature-Phone auf ein Smartphone umsteigen, da hier die Preise im Vergleich noch immer zu hoch sind. Sechs von zehn haben demnach ein Gerät, das maximal ein Jahr alt ist.

Gartner führt dies am Donnerstag in einer Aussendung auf zwei Hauptfaktoren zurück: "Zum ersten haben sich die Upgrades von Feature-Phones auf Smartphones verlangsamt, weil sehr günstige Smartphones in guter Qualität fehlen und die entsprechenden Nutzer lieber hoch-qualitative Feature-Phones kaufen".

Vom 26. Februar bis zum 1. März findet in Barcelona wieder der Mobile World Congress als wichtigste Messe für das mobile Internet statt.

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