Olympia 2018: Deutschland im Medaillenspiegel von Norwegen überholt

Die deutschen Skilangläuferinnen haben ihre größte Chance auf eine Olympiamedaille klar verpasst. Deutschland bleibt in der Staffel ohne Medaillenchance und fällt im Medaillenspiegel zurück. Gold ging an die favorisierten Norwegerinnen, die von Schlussläuferin Marit Björgen auf der Zielgeraden zum Olympiasieg geführt wurden. Stefanie Böhler aus Ibach (Schwarzwald) verlor als Startläuferin bereits knapp eine Minute.

"Der Verlauf der Staffel war nicht ganz einfach. Wir müssen daran arbeiten, dass wir wieder weiter nach vorne kommen", sagte der Sportliche Leiter der Langläufer, Andreas Schlütter. Es war nur Kampf. "Das ist schade. Es tut mir leid", sagte die 36-Jährige, die 2006 und 2014 noch Staffel-Medaillen gewonnen hatte, in der ARD. "Wir suchen noch die richtige Startläuferin". Die Olympischen Athleten aus Russland haben damit noch immer keine Goldmedaille auf ihrem Konto. "Ich bin echt froh, dass wir das kleine Ziel noch erreicht haben", sagte Sprint-Spezialistin Ringwald, die das DSV-Team von Rang acht auf sechs führte. "Wir rechnen uns schon im Teamsprint einiges aus. Dann ist neues Spiel, neues Glück", relativierte Schlütter, der bis dahin auf eine Rückkehr der kranken Nicole Fessel hofft. Auf Silber im Skiathlon und Bronze über 10 Kilometer in der freien Technik folgte diesmal Gold mit Ingvild Flugstad Östberg, Astrid Jacobsen und der starken Ragnhild Haga, die eine halbe Minute Rückstand aufholte.

Björgen brach derweil mit dem erneuten Triumph mehrere Bestmarken: Als erste Wintersportlerin der Geschichte gewann sie zum siebten Mal Olympiagold, mit insgesamt 13 Medaillen zog sie zudem mit Rekordhalter und Landsmann Ole Einar Björndalen (Biathlon) gleich.

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