Profivereine machen zum ersten Mal mehr als vier Milliarden Euro Umsatz

Der Ball rollt - der Rubel auch: Die deutschen Profiklubs setzten erstmals mehr als vier Milliarden Euro um.

Die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga haben in der Saison 2016/17 erstmals die Gesamtumsatz-Grenze von vier Milliarden Euro durchbrochen und den 13. Rekord in Folge aufgestellt.

Für die laufende Saison erwartet Seifert einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro für die Bundesliga. "Wir sind die Liga mit dem zweithöchsten Umsatz der Welt".

"In Summe ist die Liga finanziell absolut gesund", sagte der stark erkältete DFL-Boss Christian Seifert bei der Vorstellung des Bundesliga-Reports der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Donnerstag in Frankfurt/Main. Die Bundesliga verbuchte mit einem Erlös von 3,37 Milliarden Euro (3,24 Milliarden Euro im Vorjahr) die 13. Bestmarke in Folge. In den kommenden Jahren werde sie sich den vier Milliarden nähern, prophezeite Seifert. Das liege vor allem am neuen TV-Vertrag, der den Vereinen ab der laufenden Saison Einnahmen von insgesamt 1,16 Milliarden Euro pro Jahr garantiert.

Diese Nachricht wurde am 15.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. "Ich kann mich nur schwer damit abfinden, dass wir das Geld der Engländer immer als Ausrede benutzen". Umsatzrekord in Serie, mit 150 Millionen Euro aber etwas weniger Gewinn nach Steuern. "Das ist ein sehr ausgewogener Mix", sagte Seifert. "Ich gehe davon aus, dass allen klar ist, dass dies nur ein Ausrutscher sein darf", sagte Seifert. Denn auf Europas Fußballfeldern hinterlässt die Bundesliga mit Ausnahme von Bayern München in dieser Saison einen ganz schwachen Eindruck.

Zufrieden äußerte sich der DFL-Boss über die 2. Liga, auch wenn die Hälfte der Vereine rote Zahlen schrieb.

Die zweite Liga verbuchte im Vorjahr einen Umsatz von 635 Millionen Euro und damit mehr als die zweite Liga in England oder die zweithöchsten Spielklassen in Spanien und Italien zusammen.

Das Eigenkapital der Bundesligisten beläuft sich auf 1,3 Milliarden Euro.

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