Silber für Jacqueline Lölling und Andreas Wellinger

Kopfüber ins Glück: Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling ist bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme zu Silber gerast. "Das war bis zur letzten Sekunde Nervenkrieg", sagte Lölling mit einem Dauerlächeln. "Ich war schon völlig zufrieden, als ich Bronze hatte", sagte Lölling. "Es waren nervenzerreißende zwei Tage".

Jacqueline Lölling hat die dritte deutsche Olympia-Medaille für die Skeletonis bei Winterspielen gewonnen.

Elizabeth Yarnold holt Gold, Laura Deas Bronze.

► Vor den abschließenden zwei Finalläufen am Samstag schob sie sich im zweiten Durchgang von Rang zwei nach vorne und hat zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Österreicherin Janine Flock.

Nervös sei sie ob der Position auf dem Medaillenrang nicht, meinte Flock, sondern sehr fokussiert.

In einem engen Rennen haben auch Anna Fernstädt (Berchtesgaden/+0,24) und Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee/+0,32) noch Chancen auf eine Medaille.

Weltmeisterin Lölling hatte in den ersten drei Läufen in der schwierigen Eisrinne im Olympic Sliding Centre immer wieder Fahrfehler gezeigt. Dennoch war sie als Führende in die letzten beiden Durchgänge gestartet. Im ersten Durchgang landete Wellinger nach 135,5 Metern und belegte damit den dritten Platz hinter Stoch und dem Österreicher Michael Hayböck. Die Abstände zur zweitplatzierten Flock und Yarnold waren allerdings knapp.

Durch einen Fehler in der Kurve neun, in der auch Rodler Felix Loch seine sicher geglaubte Goldmedaille vergeben hatte, verlor sie Zeit im dritten Lauf und rutschte auf den dritten Platz zurück. Lölling lag 0,45 Sekunden hinter ihr. Und selten waren die Aussichten auf deutsches Edelmetall so gut wie in diesem Winter.

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