Simbabwes Ikone der Opposition stirbt an Krebs

Knapp drei Monate nach dessen Rücktritt erliegt er nun einem Krebsleiden.

Wie die simbabwische Zeitung "NewsDay" berichtete, war in der MDC zuvor ein Streit um die Nachfolge von Parteiführer und Ex-Ministerpräsident Morgan Tsvangirai entbrannt.

Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist tot. Das hat seine Partei, die "Bewegung für Demokratischen Wandel" in Harare mitgeteilt. Sein Land habe damit eine "Ikone" und einen "Kämpfer für die Demokratie" verloren. Auch Obert Gutu, ein Sprecher der MDC, bestätigte Tsvangirais Tod.

Ein Jahr später schien Tsvangirai am Ziel seiner Träume angekommen zu sein. Tsvangirai war ein langjähriger Gegner des inzwischen abgesetzten Präsidenten Robert Mugabe. Den Weg in die Politik hatte der bullige Tsvangirai über seine Gewerkschaftsarbeit gefunden. Diese Aussage eines politischen Beobachters in Simbabwe beschreibt Tsvangirais Rolle in der Innenpolitik des Landes sehr gut. Ende der 1990er gründete er die MDC, doch lange blieb ihm der politische Durchbruch verwehrt.

Bei Tsvangirai war Darmkrebs diagnostiziert worden. Er wurde zuletzt im Nachbarland Südafrika behandelt. Trotz seines gesundheitlichen Zustandes wollte er noch 2018 zur Präsidentenwahl in Simbabwe antreten.

Nach den erneut von Manipulationsvorwürfen betroffenen Wahlen im Jahr 2008 kam es zu einer Pattsituation zwischen der MDC und Mugabes Regierungspartei ZANU-PF. Der 93-jährige Langzeitpräsident Mugabe war im November unter erheblichem Druck nach 37 Jahren Herrschaft zurückgetreten.

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