Snowboard-Superstar White gewinnt Halfpipe-Quali

Ein Sturz überschattet den Wettkampf jedoch.

Wie White zogen auch der australische Weltmeister Scotty James (96,75) und der Sotschi-Zweite Ayumu Hirano aus Japan (95,25) ins Finale ein.

Shaun White ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich zum dritten Mal nach 2006 und 2010 zum Olympiasieger in der Snowboard-Halfpipe gekrönt. Für den Ausnahmekönner, der Freudentränen vergoss, war der Triumph eine Wiedergutmachung nach dem vierten Platz von Sotschi. Dem Team der USA bescherte er die 100. Goldmedaille in der Geschichte der Winterspiele. "Ich bin so stolz, ich brauche diesen Druck", sagte er. Doch als es um die Entscheidung ging, konnte er sich vor 5.000 Zuschauern mit zwei Sprüngen mit vierfacher Drehung noch einmal steigern. "So wird das gemacht, Mann". Im zweiten Durchgang begeisterte dann Hirano die Zuschauer.

Der Snowboardmillionär hatte gleich zu Beginn Grund zum Jubeln gehabt: Nach seinem ersten Lauf schleuderte er seinen schwarzen Helm euphorisch weg und freute sich über 94,25 Punkte. Mit seinem grandiosen Lauf mit zwei 1.440-Grad-Sprüngen nacheinander, Sprüngen mit jeweils vierfacher Umdrehung, übernahm der 19-Jährige die Führung. White leistete sich einen Patzer, stürzte und lag zurück. "Er hat mal wieder allen gezeigt, dass er noch da ist", sagte der Passauer Johannes Höpfl. Für den 22-Jährigen war die Teilnahme in Südkorea ein Erfolg, in der Qualifikation blieb er ohne Chance.

Für einen Schreckmoment sorgte der Japaner Yuto Totsuka. Das japanische Team gab dann Entwarnung. Der 16-Jährige sei bei Bewusstsein und werde mit Schmerzen im Hüftbereich zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Der 31-Jährige liebäugelt mit einem Skateboard-Start bei den Sommerspielen in Tokio 2020. "Es würde mir die Welt bedeuten, bei den Sommerspielen anzutreten".

Sowohl Podladtchikov als auch White sind nicht nur virtuos auf Schnee sondern auch begnadete Skateboarder. "Diese habe ich noch auf dem Radar".

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