Snowboarder Schairer bricht sich Halswirbel

Untersuchungen ergaben neben dem Halswirbelbruch auch eine Ellbogenverletzung.

Das Ziel war nicht mehr weit: Beim vorletzten Sprung der Snowboardcrosser kam der Bludenzer Markus Schairer schwer zu Sturz. Unglaublich: Der Weltmeister von 2009 stand wieder auf, fuhr nach dem Horror-Unfall noch selbst ins Ziel. Die Vorarlberger Alessandro Hämmerle und Markus Schairer gehen - wie die anderen aus dem ÖSV-Team - leer aus.

Danach wurde er sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten Ärzte den Bruch des fünften Halswirbels fest. Glück im Unglück: Der Österreicher hat keine neurologischen Beeinträchtigungen und damit keine Folgeschäden zu befürchten. Der Snowboarder soll möglichst bald in die Heimat zurückreisen.

Der Vorarlberger hatte am Donnerstag gleich mehrfach Pech.

Die Kritik an den Veranstaltern wird immer größer, die Strecke ist einfach zu gefährlich.

Schairer war nicht der einzige Fahrer, dem der selektive Kurs, den die Athleten in einem Lauf zu sechst bewältigen mussten, zum Verhängnis wurde. Martin Nörl (Adlkofen) belegte als bester Deutscher Rang acht.

Der Vorarlberger wurde in einer wahren Sturzorgie im Semifinale ebenfalls Opfer des anspruchsvollen Kurses.

Schon vor Schairers Sturz hatten die Snowboarder ihrem Unmut über die Tempojagd auf der aus ihrer Sicht zu gefährlichen Piste Luft gemacht. "Ich hatte doch schon einige Verletzungen, irgendwann reicht es dann auch. Nur wegen dem Spaß will ich mich nicht ruinieren", sagte etwa der Kärntner Hanno Douschan. "Ich habe ein Problem damit, mit jedem Sprung mein Genick zu riskieren", ärgerte sich etwa der 30-jährige Konstantin Schad, "das ist nicht mein Verständnis von Boardercross".

Ausgabe: