Steuergeld für Diesel-Umrüstung im Gespräch

Diese sollen helfen, die Städte von den überhöhten Stickoxid-Emissionen der Fahrzeuge zu entlasten.

Das Gremium ist eine von insgesamt vier Expertengruppen, die nach dem Dieselgipfel der Bundesregierung im vergangenen August eingesetzt worden waren. Eine konkrete Gesamtzahl der bislang umgesetzten Nachrüstungen des letzten Halbjahres gibt es nicht.

Diese Nachricht wurde am 16.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Ziel der Bundesregierung ist es, großflächige Fahrverbote zu vermeiden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am kommenden Donnerstag am Beispiel Düsseldorfs über solche Verbote. Beispielsweise im Handwerk sind viele Diesel-Fahrzeuge im Einsatz.

Umstritten ist allerdings, wie die Förderung finanziert werden soll. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen sieht in dem Sondervotum laut "Süddeutscher Zeitung" keinen Grund, warum Kunden und öffentliche Hand überhaupt zahlen sollen. Ähnlich sehen das die Grünen. Statt die Autoindustrie zur Kasse zu bitten, solle nun die öffentliche Hand einspringen. "Eine Frechheit", ärgert sich Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. So erklärte Daimler, eine Hardware-Umrüstung bedeute einen tiefen Eingriff in Steuerungssystem und Fahrzeugarchitektur, Tests dazu könnten mindestens zwei bis drei Jahre dauern. Im ersten halben Jahr seien so etwa 150.000 Autos der Abgasnormen Euro-1 bis Euro-4 verschrottet worden.

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