Swiss Re mit Gewinneinbruch

Die Kapitalausstattung sei weiter stark, die Ausgabe neuen Kapitals werde deshalb nicht in Erwägung gezogen.

SoftBank ist wegen einer möglichen Partnerschaft und Minderheitsbeteiligung an die Schweizer herangetreten. Medienberichten zufolge könnten die Japaner bis zu ein Drittel der Aktien übernehmen und dafür zehn Milliarden Dollar oder mehr auf den Tisch legen. Zum Stand der Verhandlungen hielt sich Swiss Re bedeckt. Nach einem stürmischen Jahr blieb unter dem Strich ein Gewinn von 331 Millionen Dollar und damit weniger als ein Zehntel des Vorjahresgewinns (3,6 Milliarden Dollar) übrig, teilte der weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Freitag mit. Im Vorjahr hat der Konzerngewinn noch bei 3,56 Milliarden Dollar gelegen. Zudem will der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Milliarde Franken auflegen.

Das Ergebnis umfasst laut Mitteilung geschätzte Versicherungsschäden in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar infolge grosser Naturkatastrophen wie dem Zyklon Debbie in Australien, den Hurrikanen im Atlantik (Harvey, Irma und Maria), den Erdbeben in Mexiko und den Waldbränden in Kalifornien. Auch bei Branchenprimus Münchener Rück hatte die im Branchenjargon "HIM" genannte Hurrikanserie einen Großteil des Gewinns hinweggefegt. Die größte Swiss-Re-Sparte Schaden-Rückversicherung rutschte deswegen mit einem Verlust von 413 Millionen Dollar in die roten Zahlen.

Die Schäden schlugen mit 4,7 Milliarden Dollar zu Buche, die Prämieneinnahmen sanken um 2 Prozent auf 34,8 Milliarden Dollar.

Überdurchschnittlich hohe Belastungen aus Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr das Ergebnis der Swiss Re zwar erheblich geschmälert. Dank des teuren Katastrophenjahrs 2017 hofft die Branche allerdings auf eine Wende. "Ob es zu einer Einigung kommt, ist ebenso ungewiss wie Konditionen, Timing oder mögliche Form einer etwaigen Transaktion", so Swiss Re weiter.

Trotz den hohen Schadensbelastung aufgrund der Naturkatastrophen verfüge das Unternehmen weiterhin über eine sehr hohe ökonomische Solvabilität, die deutlich über der konzernweiten Risikotoleranzgrenze von 220 Prozent liegt, so die Mitteilung.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Mit einem Kursplus von fast drei Prozent gehörten die Swiss-Re-Aktien zu den größten Gewinnern im Schweizer Leitindex.

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