Vergewaltigungs-Verdacht: Polizei fahndet nach 18-jährigem Gelsenkirchener

Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 23 Jahren sollen mehrere minderjährige Mädchen vergewaltigt haben. Zum Teil kamen die Treffen über Kontakte im Internet zustande.

Milva Schonhauer, Kriminaloberkommisarin (v.l.), Ulrich Schmitz, Kriminalhauptkomissar und Anette Milk, Oberstaatsanwältin sitzen während einer Pressekonferenz zu Festnahmen wegen Sexualstraftaten, nebeneinander.

Drei mutmaßliche Täter sitzen bereits in Untersuchungshaft. Nach Angaben einer Polizeisprecherin haben die Ermittler bislang Kenntnis von zwei Vergewaltigungen von 16-jährigen Schülerinnen am 17. und 29. Dezember sowie einer versuchten Vergewaltigung am 16. Januar. Außerdem läuft die Fahndung nach dem Tatverdächtigen Dean Martin Lauenburger. Gegen den 16-Jährigen werde ebenfalls ermittelt, aus Altersgründen liege aber kein Haftbefehl vor, hatten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mitgeteilt.

Weitere Taten sollen am 15. Januar auch am 18. Januar, einen Tag nach der ersten Festnahme, gewesen sein.

"Die Chat-Auswertungen ergeben, dass wir mit weiteren Taten rechnen müssen". Die jeweils 16-jährigen Mädchen erstatteten selbst Anzeigen. Die Polizei hat deshalb weitere betroffene Mädchen aufgerufen, sich zu melden. Nach intensiven Ermittlungen gehen die Fahnder davon aus, dass die Gruppe in wechselnder Tatbeteiligung für weitere Sexualstraftaten verantwortlich ist.

Die mutmaßlichen Täter sollen über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben. Die Vorgehensweise sei stets ähnlich gewesen: Zunächst habe sich ein junger Mann der Gruppe mit dem jeweiligen Mädchen getroffen. Dann seien drei weitere Männer dazugekommen, um mit einem Auto gemeinsam durch die Stadt gefahren.

"Dabei wurde den Mädchen unter einem Vorwand das Handy abgenommen, um sie hilflos zu machen", sagte Schmitz. Schließlich sei ein entlegener Ort angesteuert worden, wo das Mädchen zu sexuellen Handlungen gezwungen wurde.

Die Verbrechen ereigneten sich in den vergangenen Wochen in Essen und Gelsenkirchen. Bisher sind den Ermittlern erst drei der Opfer namentlich bekannt.

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