Werbefilter gegen Werbeblocker: Google führt bei seinem Browser offiziellen Werbefilter ein

Diese Formen der Online-Werbung verstoßen laut Google gegen die Vorgaben der Coalition for Better Ads, zu der neben dem Suchmaschinen-Konzern unter anderem auch Facebook und Microsoft gehören.

Dem Inter-Giganten geht es offiziell darum, besonders aufdringliche Werbung, die User stört, abzudrehen. Unter anderem soll Chrome künftig Werbung verhindern, die die Inhalte einer Webseite vollständig überdeckt.

Der Internetkonzern betont, dass die Einhaltung des Standards dem Website-Betreiber obliegt. Da insbesondere Google seit Jahren weltgrösster Anbieter von Web-Reklame ist, wurde bereits im Vorfeld der angekündigten Einführung von Filtermechanismen in Chrome Befürchtungen laut, dass der US-Konzern seinen Werbefilter gegen die Konkurrenz einsetzen kann. Je nach Anzahl der gefundenen Verstöße erhalten sie den Status "Bestanden", "Warnung" oder "Durchgefallen". Mehr Details hält der Ad Experience Report bereit, den Google über die Search Console zur Verfügung stellt.

Werden Anzeigen tatsächlich blockiert, wird der Nutzer darauf hingewiesen. Das Hauptziel des eingebauten Adblockers von Chrome dürfte also darin bestehen, die Nutzer davon abzubringen, andere Werbeblocker zu installieren. Wenn dies der Fall ist, werden Netzwerkanforderungen auf der Seite - beispielsweise für JavaScript oder Bilder - anhand einer Liste bekannter URL-Muster für Anzeigen überprüft.

Dieser Satz von Mustern basiert auf den öffentlichen EasyList-Filterregeln und enthält Muster, die mit vielen Anzeigenanbietern übereinstimmen, einschließlich der eigenen Ad-Plattformen von Google, AdSense und DoubleClick.

Chrome informiert seine Nutzer zudem, sobald eine Anzeige blockiert wurde. Auf Android-Smartphones blendet Chrome eine Benachrichtigung am unteren Bildrand ein.

Der Technologiekonzern Google bietet den am häufigsten verwendeten Browser der Welt an. Die Idee ist simpel: Blockiert man von vorneherein die wirklich nervige Werbung, dann installieren Chrome-Nutzer vielleicht keinen Adblocker, der dann wiederum die gute Werbung von Google blockiert.

Viel Werbung wird ab morgen wohl nicht von Chrome blockiert. Bis einschließlich 12. Februar hätten 42 Prozent der Websites die bis dahin festgestellten Mängel behoben.

Websitebetreibern gibt Google grundsätzlich 30 Tage Zeit, um beanstandete Werbung zu überarbeiten.

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