"Wir können Logan Paul nicht einfach rausschmeißen" — YouTube-Chefin

Auch wenn die neuen Regeln und ein aktuelles Blog-Post zu dem Thema keinen Bezug darauf nehmen: Der Anlass für diese Konkretisierung der YouTube-Spielregeln dürfte der Fall von Paul Logan sein. Das kontroverse Video des 22-Jährigen hat dazu geführt, dass Google kurzerhand seine "Youtube Red"-Show eingestellt und ihn aus dem speziellen "Preferred Ads"-Programm rausgeworfen hat".

"Er hat nichts getan, was die drei Strikes auslösen würde". Inhalte-Anbieter können das Anrecht auf Werbevermarktung verlieren, keine Gewinne mehr ausgezahlt bekommen, aus dem Partner Programm entfernt werden sowie alle Vorteile des Creator-Programms verlieren, etwa den Zugang zu den YouTube Spaces. "[.] Sie müssen gegen eine Regel verstoßen", so Wojcicki.

Paul war nach der Veröffentlichung eines viel kritisierten Videos, in dem er ein Suizid-Opfer zeigte, für kurze Zeit untergetaucht (Ausgabe vom 15. Januar).

Für Wojcicki sei es allerdings wichtig, dass die Plattform über einheitliche Regeln verfügt und nicht nach freien Willen Youtuber sperrt.

Die Strikes sind Youtubes Warnsystem und treten in Kraft, wenn ein Kanal gegen die Richtlinien verstößt. Verletzt ein YouTuber wiederholt die Regeln der Plattform, wird deren Account gelöscht.

Das Videoportal will daher streng durchgreifen, wenn Videos veröffentlicht werden, die beispielsweise Hass oder Gewalt gegen eine Gruppe enthalten, Grausamkeiten zeigen, Schmerzen von anderen für Schockeffekte nutzen oder "Streiche "zeigen, die das Opfer traumatisieren könnten". Geschmacklosigkeit wird üblicherweise nicht geahndet. Zuerst hatte er Videoaufnahmen eines Suizidopfers gezeigt, worauf es erste Sanktionen von Youtube gegeben hatte. In seinem Video fand der Internet-Star (16,7 Millionen Abonnenten) einen erhängten Mann und fragte hämisch "Yo, lebst du noch?"

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