Abschottung wirkt: Zahl der Asylbewerber in der EU stark gesunken

Die Zahl der Asyl-Erstanträge in der Europäischen Union ist einem Medienbericht zufolge 2017 im Vergleich zum Jahr zuvor um die Hälfte auf 649.855 zurückgegangen. 2017 waren es noch knapp 650 000, die meisten davon in Deutschland.

Im Jahr zuvor waren es noch 1,206 Millionen - das ist ein Rückgang um 46 Prozent.

Das berichtet die Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des EU-Statistikamts Eurostat. Allerdings sei der deutsche Anteil an den Gesamtzahlen zurückgegangen. Hauptzielland der Asylbewerber bleibt demnach Deutschland: Hier wurden nach den EU-Daten 198.255 Erstanträge gestellt, das entspricht fast einem Drittel aller Bewerbungen in der EU (30,5 Prozent).

Der Trend des Jahres 2017 setzte sich in Deutschland auch in den ersten Monaten von 2018 fort.

Auf Platz zwei liegt nach den neuen Daten von 2017 Italien mit rund 126.000 Asylanträgen, gefolgt von Frankreich (91.000) und Griechenland (57.000). Ungarn registrierte 2320 Erstanträge auf Asyl, Polen 3005. Österreich lag mit 22 160 Anträgen auf Platz 8. Rechnet man Zweit- und Folgeanträge hinzu, lag die Summe 2017 in der EU bei knapp 705.000, in Deutschland bei 222.560. EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos wollte am Mittwoch in Brüssel eine Bilanz der EU-Flüchtlingspolitik ziehen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Montag wurden im Februar 11.000 Menschen hierzulande erstmals als Asylsuchende registriert. Die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gestellten Asylanträge (Erst- und Folgeanträge) lag im Februar bei 12 490.

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