FC Köln gegen Leverkusen Hunderte Fans prügeln sich vor dem Derby

Wie die Polizei mitteilte, haben sich mehrere Hundert Anhänger der verfeindeten Rhein-Klubs Bayer Leverkusen und 1. FC Köln am Samstagabend vor dem Derby (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky) eine Massenschlägerei geliefert.

Am Nachmittag hatten etwa 250 Leverkusener Anhänger das Abschlusstraining ihrer Mannschaft auf dem Trainingsgelände der BayArena besucht und dabei massiv Pyrotechnik abgebrannt. Der Rauch habe den Verkehr auf der Autobahn 1 behindert. Nach dem anschließenden Besuch eines Basketballspiels in der nahegelegenen Ostermann-Arena begaben sie sich zum Lokal "Stadioneck" an der Einmündung "Karl-Marx-Straße/Bismarckstraße". Die Leverkusener Fans schlugen mit Schlagwerkzeugen auf die Fahrzeuge ein, wobei erheblicher Sachschaden entstand.

Zeitgleich näherten sie plötzlich etwa 150 Kölner über die Bismarckstraße und stürmten auf die vor dem "Stadioneck" versammelten etwa 250 Leverkusener Anhänger zu. Daraufhin maskierten sich die Leverkusener Störer teilweise und bewaffneten sich mit Latten und Verkehrszeichen. Im Verlauf der anschließenden Schlägerei flüchtete die Leverkusener Gruppe, wobei die Kölner sie bis zum Parkplatz Tannenbergstraße verfolgten. Das Geschehen habe sich über die Leverkusener Innenstadt ausgebreitet.

Die Polizei stoppte etwa 80 Kölner Randalierer am Bahnhof Leverkusen, stellte eine etwa 100 Mann starke Leverkusener Gruppe und nahm von ihnen die Personalien auf. Eine Person wurde verletzt, die Polizei leitete Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ein. 200 Polizisten waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Bei beiden Gruppen seien große Mengen Schlaggegenstände sichergestellt worden.

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