Festnahme nach Entführung von Milliardärssohn

Künzelsau/Offenbach Kidnapper hatten im Juni 2015 in Osthessen den Sohn von Reinhold Würth entführt.

Im Juni 2015 wird der Sohn des Schraubenunternehmers Würth entführt.

Fahnder der hessischen Polizei und der Gießener Staatsanwaltschaft haben heute Vormittag in Offenbach einen Mann festgenommen, der der Entführer des Sohnes des Künzelsauer Unternehmers Reinhold Würth sein könnte. Es handelt sich um einen 48 Jahre alten in Offenbach wohnhaften serbisch-montenegrinischen Staatsangehörigen.

Nach der Festnahme durchsuchten Beamte der Sonderkommission die Wohnung des Mannes nach Beweismitteln. Der Entführer forderte damals ein Lösegeld in Millionenhöhe, zu einer Geldübergabe kam es aber nicht. Der Beschuldigte wurde vernommen und in einer hessischen Justizvollzugsanstalt gebracht. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Einen Tag nach der Entführung wurde Markus Würth in einem Waldgebiet bei Würzburg an einem Baum gefesselt, aber wohlbehalten gefunden. Das Unternehmen des Schraubenherstellers hat seinen Sitz in Künzelsau bei Heilbronn.

Wie "Bild" schreibt, kamen die Ermittler durch eine Stimmen-Aufnahme auf die Spur des Täters. Für Hinweise wurde eine Belohnung von 30 000 Euro ausgesetzt. Vermutlich reiste er vor 2001 nach Deutschland ein. Auch über die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" wurde nach Hinweisen auf den Entführer gesucht. Darüber hinaus wandten sich die Ermittler gezielt an Menschen, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen und im Rhein-Main-Gebiet wohnen.

Ausgabe: