Google löscht 3,2 Milliarden betrügerische Anzeigen in nur einem Jahr

Google hat nun angekündigt, dass Werbung für Kryptowährungen ab Juni 2018 im gesamten Werbenetzwerk verboten wird. So seien im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden davon entfernt worden - mehr als 100 pro Sekunde, wie Google-Manager Scott Spencer in einem Blogeintrag vorrechnete. Auch die Zahl der gesperrten Seiten und Adword-Accounts stieg weiter an. Jessica Stansfield, die als Head of Global Product Policy für die Einhaltung der Richtlinien in der EMEA-Region veantwortlich zeichnet, führt die steigenden Zahlen zum einen auf mehr Verstöße gegen die Richtlinien zurück, zum anderen aber auch auf die verstärkten Anstregungen von Google im Kampf gegen irreführende Werbung. Bei Versuchen, die Richtlinien zu Kryptowährungen beispielsweise durch absichtliche Schreibfehler bei Keywords wie "Bitcoin" zu umgehen, werde man ähnlich vorgehen und diese Werbung herausfiltern, sagte eine Google-Sprecherin gegenüber dem US-Finanznachrichtendienst Bloomberg. Die von Experten als "Tabloid Cloakers" bezeichneten Anzeigen, schlugen 2016 noch mit 1.400 Anzeigen zu Buche, während es 2017 bereits 7.000 waren. Dabei werden Nutzer durch Anzeigen im Gewand von Nachrichten auf rein kommerzielle Websites gelockt. Darunter seien zum Beispiel 79 Millionen Anzeigen gewesen, die Nutzer auf mit Schadsoftware verseuchte Websites locken wollten.

Google setzt bei der Bekämpfung solcher Anzeigen einerseits auf neue technologische Lösungen wie dem im vergangenen Jahr eingeführten "Page Level Enforcement". Erst vor wenigen Wochen hatte auch Facebook ein solches Verbot ausgesprochen und wird solche Werbeanzeigen aus dem eigenen Netzwerk entfernen.

Andererseits setzt Google auch verstärkt auf den Faktor Mensch, um Verstöße gegen seine Werberichtlinien zu ahnden.

Seit 15 Jahren investiere Google in Technologien und Talente, um gegen Anzeigenbetrug, Malware und betrügerische Inhalte vorzugehen.

Ausgabe: