Jones ist nicht mehr Bundestrainerin

Die Fußstapfen von Silvia Neid waren wohl doch zu groß: Nach dem Olympia-Sieg der deutschen Frauen 2016 in Rio de Janeiro hatte Jones das Amt der Bundestrainerin von Neid übernommen, konnte aber an die erfolgreiche Ära nicht anknüpfen.

Zur Entscheidung gegen die 45-jährige Frankfurterin kam das DFB-Präsidium eigenen Angaben zufolge im Rahmen seiner heutigen Telefonkonferenz.

Der 19-fache Nationalspieler ist derzeit als Sportdirektor beim DFB tätig. Horst Hrubesch wird die Mannschaft in den kommenden Spielen betreuen. Dabei seien die Auftritte der Mannschaft ausgewertet worden - was nun zur Trennung führte. Unter Jones' Führung war die deutsche Auswahl bei der EM im vergangenen Sommer bereits im Viertelfinale gescheitert. Nach dem 0:1 gegen die USA und dem 2:2 gegen England wurden dem deutschen Team vor allem beim 0:3 gegen Frankreich im abschließenden Spiel die Grenzen aufgezeigt. Es folgte damit der Empfehlung von Oliver Bierhoff, dem Direktor der Nationalmannschaften, sowie des Sportlichen Leiters Joti Chatzialexiou. "Sie ist und bleibt ein prägendes Gesicht des deutschen Frauenfußballs, und ich würde mich freuen, wenn sie in anderer Funktion dem DFB und dem Frauenfußball erhalten bleibt", kommentierte DFB-Chef Reinhard Grindel die brisante Personalie. In der Entlassung Jones' sieht er gleichzeitig auch eine Chance: "Wir wollen den Wechsel nutzen, um die Strukturen im Frauenfußball weiter zu professionalisieren, die Verzahnung mit dem Männerbereich zu verstärken und neue konzeptionelle Wege zu gehen".

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