"Lebensmittelpunkt bleibt Bayern" - Seehofer pendelt nach Berlin

"Liebe Kollegen, ich begrüße Euch zu unserer letzten Kabinettssitzung in dieser Formation. Wir werden das so handhaben wie in den letzten neun Jahren und fünf Monaten und unser Tagewerk erledigen".

Mit diesen Worten leitete Horst Seehofer die letzte bayerische Ministerrunde unter seiner Führung ein. März ist er zurückgetreten, am 14. März soll er in Berlin als Bundesinnenminister vereidigt werden. Er habe immer Politik für die kleinen Leute - die "gesellschaftliche Mitte" - gemacht, so Seehofer. Für die im Oktober stattfindende bayrische Landtagswahl erhoffen sich die Abgeordneten mit Söder bessere Siegeschancen. Seehofer hatte Anfang vergangener Woche schriftlich seinen Rücktritt als Ministerpräsident des Freistaates zum Ablauf des 13. März erklärt. In Bayern will die mit absoluter Mehrheit regierende CSU am Freitag den bisherigen Finanzminister Markus Söder zum neuen Ministerpräsidenten wählen. Beide würden ihre Verantwortung nicht nur für Bayern, sondern für die Union insgesamt kennen, sagte der designierte Bundesinnen- und Heimatminister Seehofer am Montag in Berlin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und dem kommissarischen SPD-Chef Olaf Scholz.

"Ob ich in Berlin eine Wohnung nehme oder in den Kellerräumen des Bundesinnenministeriums bleibe, werden wir sehen", sagte Seehofer.

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