Liga: 3. Liga: Rot-Weiß Erfurt stellt Insolvenzantrag

Das Gründungsmitglied der 3. Liga will damit den Weg für einen sportlichen und wirtschaftlichen Neuanfang freimachen.

Am Abend gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt, dass er eine schriftliche Stellungnahme der Erfurter anfordern und anschließend über die Folgen für den Verein für die laufende Drittligasaison entscheiden wird. Damit dürfte auch der Abstieg in die Regionalliga besiegelt sein, denn eine Insolvenz wird vom DFB in der Regel mit dem Abzug von neun Punkten bestraft.

Noch auf der Mitgliederversammlung am 20. Januar hatte die Vereinsführung den Verbleib in der 3. Liga als Ziel ausgegeben. Der Abstand zum rettenden Ufer würde dadurch auf 21 Punkte anwachsen.

"Durch den aktuellen Tabellenstand ist ein Hoffen auf den Klassenerhalt nicht mehr realistisch, es fehlt somit die Basis für eine positive Fortführungsprognose", teilten Präsident Frank Nowag und Vizepräsident Knut Herber in einer Erklärung des Vereins mit.

Man sei sich bewusst, dass der Schritt für die Gläubiger schmerzhaft ist, bittet aber gleichwohl um Verständnis.

Erst am Dienstag hatte RWE seinen Einspruch gegen einen vom DFB verhängten Punktabzug zurückgezogen. Die Insolvenz sei nun die Chance, "gestärkt aus dieser Krise" wieder aufzuerstehen. "Die beispielhafte Unterstützung, die unsere Mannschaft nach wie vor durch unsere Fans erfährt, und das Bekenntnis unserer Sponsoren zum Verein bestärken uns darin, die kommenden schweren Monate gemeinsam durchzustehen". Allerdings gewann der Drittliga-Dino nur zwei Spiele im neuen Jahr.

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