Russland kündigt Vergeltung für britische Strafmaßnahmen an

Zudem werden alle bilateralen Kontakte zu Russland auf hochrangiger Ebene aufgegeben.

Die Antwort aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten: Das russische Außenministerium verurteilte die Strafmaßnahmen als "beispiellose grobe Provokation" - und kündigte rasche Vergeltungsmaßnahmen an.

London macht Russland für den Giftanschlag auf den ehemaligen Agenten Sergej Skripal verantwortlich. Die NATO-Staaten stellten sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter London. Großbritannien wolle dort keine russische Militärtechnik zulassen.

Als weitere Sanktion kündigte die Premierministerin an, dass zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland weder Regierungsmitglieder noch Vertreter des Königshauses anreisen würden.

Statt eine Erklärung zu liefern, habe Russland auf den Einsatz eines militärischen Nervengifts in Europa "mit Sarkasmus, Misstrauen und Missachtung" reagiert.

1996: Russland weist vier britische Diplomaten wegen Spionage aus.

Die britische Regierung geht davon aus, dass bei dem Mordanschlag ein Gift der sogenannten Nowitschok-Gruppe zum Einsatz kam, das während des Kalten Krieges in der Sowjetunion entwickelt wurde. Zugleich sicherten sie Großbritannien ihre Solidarität zu. Sie wurden mit lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert, ihr Zustand war am Mittwoch weiterhin lebensbedrohlich. "Die gesamte Verantwortung für den Niedergang der russisch-britischen Beziehungen liegt bei der derzeitigen politischen Führung Großbritanniens", hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Das Außenministerium warf Großbritannien "feindliche Maßnahmen" und eine "anti-russische Kampagne" vor. Premierministerin Theresa May verkündete deshalb am Mittwoch mehrere Strafen.

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