Sportwagenbauer Porsche sucht neue Geldquellen

"Müssen neue Potenziale neben dem Fahrzeuggeschäft erschließen". "Mittelfristig wollen wir einen zweistelligen Prozentsatz unseres Umsatzes mit digitalen Diensten erwirtschaften", sagte Finanzvorstand Lutz Meschke laut einer Pressemitteilung. "Wir stellen uns daher für den Übergangszeitraum so flexibel wie möglich auf", sagte Porsche-Chef Oliver Blume. Am Renditeziel von mindestens 15 Prozent halte Porsche Börsen-Chart zeigen fest - auch wenn Digitalisierung, Elektrifizierung und Vernetzung viel Geld kosteten.

Neben erheblich gesteigerten Investitionen in das Sportwagen-Kerngeschäft verdoppelt Porsche seine Aufwendungen für Zukunftsthemen. Dafür sei die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden stark angestiegen; Beim Porsche Panamera seien in Europa 60 Prozent aller Fahrzeuge mit Hybrid bestellt worden. Das operative Ergebnis legte um 7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,1 Milliarden Euro. Euro. Das war um etwa eine halbe Milliarde mehr als 2016.

Für 2018 rechnet Porsche sowohl mit einem Umsatz sowie mit Auslieferungen auf dem Niveau des vergangenen Jahres.

Der Sportwagenbauer Porsche will den Umsatz heuer stabil halten und peilt 2019 den nächsten Wachstumsschub an. Das Geld fließt in Derivate des Mission E, die Hybridisierung und Elektrifizierung der bestehenden Modellpalette sowie in Ladeinfrastruktur und Smart Mobility. Somit stieg die operative Rendite von 17,4 Prozent im Vorjahr auf 17,6 Prozent. Den nächsten Sprung erwarte Porsche mit dem Elektrowagen Mission E, der 2019 als erstes rein elektrisches Fahrzeug der VW-Tochter auf den Markt kommen soll. Die Erwartungen richten sich dabei vor allem auf China, wo die Regierung die Elektromobilität vorantreibt.

Auf der Automesse in Genf hat Porsche bereits die Studie für einen weiteren Ableger vorgestellt, den Elektro-SUV Mission E Cross Turismo, mit mehr als 500 Kilometern Reichweite.

Ausgabe: