Trump ersetzt Außenminister Tillerson durch CIA-Chef

Der Gefeuerte erfuhr aus einem Tweet von seiner Entlassung! Und fügt danach hinzu: "Danke an Rex Tillerson für seine Dienste!" Der Chefdiplomat warb stets vehement für eine diplomatische Lösung der Krise, während Trump auch immer wieder mit militärischen Schritten drohte. Der US-Fernsehsender NBC wiederum berichtete, Tillerson habe Trump nach einer Sitzung im Verteidigungsministerium als "Idioten" bezeichnet. Zuletzt schien Trump den 65-jährigen Tillerson außen vor gelassen zu haben, als er einem Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zustimmte. Tillerson werde "jetzt viel glücklicher" sein.

ANTHONY SCARAMUCCI, 31. Juli: Erst zehn Tage zuvor zum Kommunikationsdirektor bestallt, ist der Ex-Wallstreet-Banker seinen Posten schon wieder los. Hochrangige Mitarbeiter des Außenministeriums sagten, Tillerson habe nicht gewusst, warum Trump in loswerden wollte. Mattis sagte, er wolle dies lieber den Personen überlassen, die in die Diskussionen involviert seien.

Mit Pompeo setzt Trump auf einen ihm stets loyalen Mann.

Tillerson seit "einiger Zeit" im Gespräch über dessen Zukunft. Grund für die Entlassung sei ein nicht näher genanntes Sicherheitsproblem, berichtet die Zeitung. Zumal auch die wirtschaftspolitische Taube im Kabinett, Gary Cohen, erst vor wenigen Tagen ausgeflogen ist. Als Nachfolger für Cohn zieht Trump den konservativen TV-Kommentator Larry Kudlow in Betracht. Bisher führte er den Auslandsgeheimdienst CIA. Nachfolger soll demnach CIA-Chef Mike Pompeo werden. Beide wollen den Ausstieg aus dem gemeinsamen Atomdeal. Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, brachte am Dienstag die Hoffnung zum Ausdruck, Pompeo werde als US-Außenminister ein neues Kapitel in der Russland-Politik der Trump-Regierung aufschlagen.

"Man kann annehmen, dass der Präsident mit Mike Pompeo einen Außenminister bekommt, der mehr auf seiner Linie liegt", sagte der frühere Sprecher des Ministeriums, John Kirby. Er sagt, freiwillig. Andere sagen, Trump habe ihn gefeuert.

Denn der US-Präsident entließ seinen Außenminister per Tweet.

Das Außenministerium unter Tillerson sahen viele langjährige Beobachter an der Grenze der Handlungsfähigkeit. Botschafter nahmen aus Frust ihren Hut, andere wurden gar nicht erst benannt.

MIKE DUBKE, 30. Mai: Nach nur drei Monaten im Amt wirft der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses hin.

Bereits im November waren Spekulationen ins Kraut geschossen, Tillerson stehe vor der Ablösung.

Der personelle Wechsel reiht sich ein in eine Reihe von Rücktritten und Entlassungen in Trumps Administration. Tillersons Sprecherin Nauert hatte damals alle Spekulationen dementiert. Allerdings soll Kelley in dem Telefongespräch noch nicht den Zeitpunkt genannt haben. Seine Ernennung zum Außenminister war sehr umstritten.

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