Urteil zu Polizeikosten: DFL legt Revision beim Bundesverwaltungsgericht ein

Laut Polizei waren 969 Beamte im Einsatz, die 9537 Arbeitsstunden geleistet haben.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat im Streit um die Kosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen der Bundesliga wie angekündigt beim Bundesverwaltungsgericht Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen eingereicht. Das OVG hatte am 21. Februar entschieden, dass sich die DFL an entsprechenden Kosten beteiligen muss. Ein aus juristischen wie moralischen Gründen richtiges Urteil, meint Holger Dahl in seinem Kommentar.

"Nach der Berufungsinstanz steht es zwischen der Freien Hansestadt Bremen und der DFL sozusagen 1:1. Wir begrüßen es, dass es nun eine Entscheidung durch ein Bundesgericht geben wird", sagte Rauball. Reinhard Rauball am Dienstag. Nur, weil die Sicherheit Kernaufgabe des Staates sei, sei eine Kostenbeteiligung nicht allein deshalb auszuschließen. Inzwischen sind für fünf Spiele rund 1,5 Millionen Euro aufgelaufen. Dagegen hatte sich der Liga-Verband zunächst vor dem Verwaltungsgericht Bremen durchgesetzt. Die DFL hat eine Übernahme der Mehrkosten bisher abgelehnt, weil sie den Staat für die Sicherheit verantwortlich hält.

Im Verfahren ging es exemplarisch um die Partie Werder gegen den Hamburger SV im April 2015. Dagegen hatte die DFL geklagt.

Die Bremer Richter hatten Gebührenforderungen des Bundeslandes Bremen für rechtens erklärt, die wegen der Mehrkosten bei Hochrisikospielen erhoben worden waren.

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