Zahl der Krätze-Erkrankungen offenbar deutlich angestiegen

Die Anzahl der Verordnungen von entsprechenden Salben und Tabletten sei in Bayern innerhalb eines Jahres um 40 Prozent gestiegen, teilte Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer, am Dienstag mit. Das entspricht einem Plus von rund 60 Prozent. Erhielten 2016 noch rund 1000 Betroffene, die bei der Barmer versichert waren, Krätze-Medikamente, waren es ein Jahr später rund 1360.

Warum die Zahl ansteige, gehe aus den Daten nicht hervor, sagte ein Barmer-Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur. Bundesweit stiegen die Verordnungen von rund 38.100 auf rund 61.300. Die Krankenkasse DAK hatte bundesweit ebenfalls von einem Anstieg der Krätze-Behandlungen berichtet.

Auch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin verzeichnet mehr solche Diagnosen. Eine umfassende Meldepflicht gibt es nicht. Trete die Krätze im Kindergarten auf, müsse dies dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Die auch Skabies genannte Krankheit wird von Milben verursacht, die nur schwer mit bloßem Auge zu erkennen sind.

"Eine Ansteckung mit Krätze kann jeden treffen und hat nicht automatisch etwas mit Hygiene zu tun", betont Petzold. Trockene Haut gilt als ein Risikofaktor.

Die zu den Spinnentieren gehörenden weiblichen Krätzmilben graben sich in die oberste Hautschicht ein und legen dort ihre Eier ab.

Bläschen, gerötete Knötchen oder Pusteln: In Sachsen steigen die Krätze-Fälle.

Ausgabe: