Zollgegner Kudlow wird Berater von Trump

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Wirtschaftsberater gefunden: den Fernsehmoderator und Ökonomen Larry Kudlow.

Trumps bisheriger Wirtschaftsberater Cohn gab sein Amt auf, nachdem der Präsident Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte angekündigt hatte. Das Weiße Haus erklärte, Kudlow habe ein Angebot des US-Präsidenten akzeptiert.

Sein Vorgänger Cohn war vergangene Woche zurückgetreten. Kudlow war Gastgeber der Prime-Time-Sendung "The Kudlow Report" des Wirtschaftssenders CNBC. Der 70-Jährige war bereits Wirtschaftsberater des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, arbeitete an Wallstreet und ist inzwischen ein bekanntes Gesicht im Kabelfernsehen. Und auch der Name des konservative Fernsehmoderators Larry Kudlow macht derzeit die Runde. Kudlow war Chef-Ökonom bei der Investmentbank Bear Stearns. Mehrfach hat er einschneidende Steuersenkungen als Treiber eines Wirtschaftswachstums bezeichnet.

Der Sender CNBC berichtet, dass Trump bereits am Donnerstag die Personalentscheidung verkünden wolle.

Das bestätigte das Weiße Haus. In verschiedenen Berichten wird angemerkt, dass Kudlow keinen Abschluss in Ökonomie habe. Kudlow soll sich damals einer Entziehungskur unterzogen haben, um seine Sucht zu überwinden.

Ab 2001 arbeitete er als Gastgeber von CNBC-Sendungen.

Der konservative Kudlow hat Trump bereits im Wahlkampf unterstützt. US-Medienberichten kommentierten, dass die Ernennung des Moderators Kudlow die bereits enge Beziehung Trumps zum Fernsehen als Impuls- und Inputgeber weiter verstärke. Der 57-Jährige war maßgeblich an der jüngst verabschiedeten Steuerreform beteiligt, lag mit Trump aber in fast allen anderen Feldern überkreuz. Der überzeugte Freihandels-Befürworter zog damit die Konsequenz daraus, dass sein Widerstand gegen die von Trump verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium vergebens gewesen war.

Ausgabe: