ABB investiert in Österreich in die "Fabrik der Zukunft"

Dollar in Forschung und Entwicklung und beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter im F&E-Bereich und in der Anwendungstechnik. Allein bei B&R sind jetzt schon rund 1000 Personen in diesen Tätigkeitsfeldern aktiv. "In der Fabrik der Zukunft werden auf unseren Systemen basierende, smarte und Cloud-vernetzte Maschinen und Roboter ebenso smarte Produkte weitgehend autonom herstellen". Auf 35.000 Quadratmetern werden die Mitarbeiter Maschinen, Vernetzungstechnik und Anlagen entwickeln, die in Zukunft eine vollautomatisierte Produktion in vielen Industriezweigen ermöglichen sollen. Noch heuer soll der Spatenstich erfolgen, im Jahr 2020 soll der Betrieb starten. "Wir wollen Eggelsberg zu einem globalen Zentrum für Maschinen- und Fabriksinnovation machen". Der Markt für derartige Industrieautomatisierung wird auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dazu soll eine "Automation Academy" zur Schulung in diesen Fachgebieten dienen. Inzwischen ist das Unternehmen in die ABB-Division "Industrial Automation" integriert und wird als globaler Geschäftsbereich "Machine & Factory Automation" geführt.

Der entschlossene Weg der heimischen Politik überzeugte auch den ABB-Chef: "Nicht zuletzt ist unsere Investition auch ein Beleg für die hervorragende Arbeit der Bundes- und der Oberösterreichischen Landesregierung, die es verstanden haben, ein unternehmensfreundliches Umfeld und günstige Bedingungen zu schaffen", so Spießhofer. Dollar (1,14 Mrd. Euro) für F&E aus, so CEO Ulrich Spiesshofer in eine Pressekonferenz. "Mit unserer 100-Millionen-Euro-Investition stärken wir diese Dynamik und die Eckpfeiler der B&R Erfolgsgeschichte: Innovationen und Mitarbeiter". "Das Unternehmen tätigt ein Investment, das gerade für Österreichs Standortpolitik und internationale Ausrichtung von besonderer Bedeutung ist". Da-mit wird der Startschuss für eine Standortoffensive im Schlüsselsegment der digitalen Industrie gesetzt. "Es ist ein wesentlicher Impuls für die Schaffung hochqualifizierter neuer Arbeitsplätze und die Positionierung Österreichs als High-Tech Standort".

Davon werden auch die Bildungseinrichtungen des Landes profitieren. Angesichts des benötigten Personals pochte LH Thomas Stelzer gegenüber Kurz auf einen "Weiterbau unserer Johannes Kepler Universität, gerade in den technischen Bereichen". Auch der Ausbau von Straßen- und Schienenverbindungen sowie schnelle Internetleitungen seien für die Industrie immens wichtig, betont Geschäftsführer Wimmer. "Die reibungslose Integration zeigt, dass sich das von Erwin Bernecker und mir vor 39 Jah-ren gegründete Unternehmen in guten Händen befindet".

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