AfD: Bewerbung von Ex-FPÖ-Politikerin Schenk "reine Spekulation"

Er wisse jedoch nicht, wer sich bereits beworben hätte, oder wer das noch vorhabe. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass sich Schenk am Dienstag für den Posten der Fraktionsgeschäftsführerin im Deutschen Bundestag bewerben werde und dass Weidel sie dafür angeworben habe".

Schenk soll die Nachfolge des zurückgetretenen Fraktionsgeschäftsführers Hans-Joachim Berg antreten.

Die kolportierte Anwerbung durch die Fraktionschefin der deutschen Rechtspartei, Alice Weidel, dementierte Lüth mit den Worten: "Es tritt niemand aus dem Vorstand an irgendwen heran, sondern wir sammeln die Bewerbungen in einem ganz normalen Verfahren, und der Vorstand entscheidet dann, wer dafür geeignet ist". Die 45-jährige Martina Schenk trat bei den Nationalratswahlen 2017 für die Liste FLÖ/FPS - eine Fusionierung der FPÖ-Abspaltungen in Salzburg und Niederösterreich - von Karl Schnell und Barbara Rosenkranz an und scheiterte.

Auch im Fall Schenk wurde Weidel dann fündig.

Weidel bringt die Haider-Lady damit gegen einen hochrangigen Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums in Stellung, der früher EU-Beamter sowie Ex-Büromitarbeiter von Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) war und sich am Dienstag in der Fraktionssitzung ebenfalls für die Berg-Nachfolge bewirbt. Die akut misstrauische AfD-Co-Fraktionschefin soll intern argumentieren, sie wolle keine "Unterwanderung" der AfD-Fraktion durch CDU-Kreise. Ihre Gegner in der AfD hingegen vermuten, dass Weidel die Fraktion gezielt mit ihr hörigen FPÖlern durchsetzt, so die "Bild". "Du bist genauso liebevoll und tödlich wie ein Rottweiler".

Weidel lehnte eine Stellungnahme zu Schenk gegenüber BILD ab.

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