Afroamerikaner werden in Starbucks-Café festgenommen - nun entschuldigt sich der Konzern

Zwei Afroamerikaner werden in Handschellen aus einer Starbucks-Filiale in Philadelphia abgeführt, weil sie nichts bestellen wollten.

Auf diese heftigen Reaktionen reagierte dann auch Starbucks. Offenbar glaubten die Mitarbeiter den beiden Schwarzen nicht, denn nach Aufforderungen, die Filiale zu verlassen, riefen sie die Polizei.

Noch während die angerückten Beamten die fassungslosen Schwarzen verhafteten, tauchte Andrew Yaffe auf, der Mann, auf den die beiden gewartet hatten.

Insgesamt neun Stunden waren die beiden Beschuldigten in Polizeigewahrsam. Sie müssen sich die Fingerabdrücke abnehmen lassen, werden fotografiert und befragt.

Der Vorfall wurde von einem Kunden per Video dokumentiert, das im Internet verbreitet wurde. Sie warteten auf einen Freund. "Alle weißen Leute stellen sich nun die Frage, weshalb das uns nie passiert, wenn wir dasselbe machen". Die Filialen seien Treffpunkte, wo Menschen auch nur hinkämen, um das Gratisinternet zu nutzen oder sich mit Freunden zu treffen.

In den sozialen Netzwerken entwickelt sich der Clip kurzerhand zu einem viralen Hit - und die Rufe nach einem umfangreichen Boykott der Kaffeehaus-Kette wurden immer lauter. Der 60-Jährige sei "untröstlich", dass Philadelphia für einen Vorfall, der "als Beispiel dafür, wie Rassendiskriminierung im Jahr 2018 aussieht" diene. Er ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an. Der Polizeichef Richard Ross verteidigte die Verhaftung. Dazu schrieb sie folgende Zeilen: "Die Polizei wurde gerufen, weil diese Männer nichts bestellten". Starbucks-Chef Kevin Johnson versprach daraufhin, sich zu entschuldigen. In einer ausführlichen Stellungnahme bezeichnete er den Vorfall als "entmutigend" und die Verhaftung als "verwerflich". Es sei falsch gewesen, die Polizei einzuschalten, erklärte Johnson am Wochenende. Er kündigte eine Überprüfung der Geschäftspraktiken an.

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