Auch bei Abstieg "Sehr gute Arbeit geleistet" - HSV erhält Lizenz ohne Auflagen

Frankfurt/Main Die Erst- und Zweitligisten haben trotz weiter gestiegener Gehalts- und Transfersummen offensichtlich gut gewirtschaftet.

In der ersten Runde des Lizenzierungsverfahrens hat die Deutsche Fußball Liga keinem Erst- oder Zweitliga-Club die Spielberechtigung für die nächste Saison verweigert. Das teilten die Hanseaten, deren erster Abstieg bei acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz bereits an diesem Wochenende Realität werden könnte, am Donnerstag mit.

Einige Vereine müssen aber bis Ende Mai Bedingungen erfüllen, um im Falle der sportlichen Qualifikation die Spielberechtigung zu erhalten. Anfang Mai folgt die zweite Entscheidung der DFL. Anfang Juni trifft der Lizenzierungsausschuss die endgültige Entscheidung. Der stark abstiegsgefährdete Bundesliga-Vorletzte Hamburger SV hat nach eigenen Angaben die Lizenz für die 1. und 2. Liga ohne Bedingungen und ohne Auflagen erhalten.

"Wir haben beide Ligen-Szenarien inhaltlich professionell vorbereitet und freuen uns über den Erhalt der Lizenzen", erklärte Finanzvorstand Frank Wettstein, der beim HSV derzeit auch als Vorstandsvorsitzender fungiert. "Das ist eine erfreuliche Nachricht", sagte Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann.

In den vergangenen Monaten war im Norden immer wieder diskutiert worden, ob der Klub für eine Lizenzerteilung erneut bei Investor Klaus-Michael Kühne vorstellig werden muss. Zuletzt hatte er weitere Zahlungszusagen verweigert. Der Jahresabschlussbericht für 2016/17 wies Verbindlichkeiten in Höhe von 105,5 Millionen Euro aus. Angesichts der in der 2. Liga deutlich geringeren garantierten Einnahmen ist dies durchaus problematisch.

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