Babyknochen-Fund in Viernheim Polizei findet Mutter von totem "Michael"

Ein Pilzsammler hat in Südhessen Säuglingsknochen gefunden - jetzt hat die Polizei die Mutter ermittelt. Die Kriminalpolizei in Heppenheim hat seitdem intensiv nach der Mutter des kleinen "Michael" gesucht.

Rund ein halbes Jahr nach dem Fund von Säuglingsknochen in einem Wald in Südhessen hat die Polizei die Mutter des Kindes ermittelt. Eine 31-jährige Frau aus Mannheim soll wegen verschiedenen kleineren Delikten seit Juni 2017 eine Freiheitsstrafe in einem Gefängnis in Baden-Württemberg absitzen. Die Überprüfungen der fallzuständigen AG "Kitz" zeigten, dass die inhaftierte Frau zuvor, im März 2017, einen Jungen mit dem Namen "Michael" zur Welt gebracht hat. Die Frau sitzt im Gefängnis in Baden-Württemberg, hatte zuvor ein Kind bekommen.

Die Knochen des toten Jungen waren im September von einem Pilzsucher in einem Wald bei Viernheim entdeckt worden. Die Umstände, die zum Tod des kleinen Michaels geführt haben, sind noch unklar. Die Untersuchung ergab, dass der Säugling bereits mit Drogen in Berührung gekommen war. Die Ermittler vermuteten vor der Ermittlung der Mutter, dass diese Drogenkonsumentin war. Den Durchbruch brachte schließlich ein Hinweis von der Polizei in Mannheim auf die 31-jährige Frau, von deren Sohn jede Spur fehlte. Die Ermittlungen und Fahndungsaufrufe, zuletzt in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY.ungelöst" am 31. Januar 2018, brachten insgesamt rund 40 Hinweise. Das Amtsgericht Darmstadt hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl gegen die 31 Jahre alte Kindsmutter wegen des Vorwurfs des Totschlags erlassen.

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