Beate Uhse streicht offenbar mehr als die Hälfte der Stellen

Die Gläubiger dürften ihr Geld weitgehend verlieren.

Düsseldorf. Schon im Dezember hatte Beate Uhse Insolvenz angemeldet: Jetzt steht der Erotikhändler einem Medienbericht zufolge vor der Rettung seines Kerngeschäfts. "Läuft alles nach Plan, wird der Finanzinvestor Robus Capital Anfang Mai die werthaltigen Teile des Unternehmens übernehmen", sagte Georg Bernsau, der Generalbevollmächtigte, der "Wirtschaftswoche". Damit könnten "rund 150 Arbeitsplätze bei Beate Uhse erhalten bleiben".

Das finanzwirtschaftlich komplexe Verfahren befinde sich "nun auf der Zielgeraden", sagte Bernsau dem Magazin. "Der Plan sieht vor, dass allewerthaltigen und überlebensfähigen Teile des Erotik-Konzerns ineine neue Tochtergesellschaft namens be you GmbH überführt werden", so von Buchwaldt. "Die neue Gesellschaft wird über zwei Kapitalerhöhungen mit Geld versehen, um den Kauf und den Fortbestand zu finanzieren", erklärte Bernsau.

Nach der Übertragung soll das Geschäftneu aufgestellt werden.

VergangenenMittwoch hatten bereits die Gläubiger der deutschen Beate Uhse AGdem Insolvenzplan zugestimmt. Am 19. Aprilentscheide nun noch die Gläubigerversammlung der niederländischenTochtergesellschaft Beate Uhse Netherlands B.V. über den Verkaufwichtiger Unternehmenswerte.

Die Gläubiger - darunter auch Zeichner einer Anleihe über 30 Mio. So sollen Zentralfunktionen wie Controllingund Marketing wieder zurück nach Deutschland verlagert und dieLogistik outgesourct werden. Die Firma wurde 1946 von der früheren Luftwaffenpilotin Beate Rotermund-Uhse gegründet. Das Unternehmen, für das in Spitzenzeiten mehr als 800 Menschen arbeiteten, zählt heute 345 Mitarbeiter in sieben Ländern.

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