Biathlon: Razzia bei IBU sorgt für Spekulationen

Wegen der polizeilichen Untersuchungen habe die Generalsekretärin eine Freistellung von ihren Tätigkeiten in der IBU beantragt.

"Der Verband nimmt die Angelegenheit extrem ernst und verpflichtet sich, weiterhin den höchsten Standards von Transparenz und guter Amtsführung zu entsprechen", hieß es in der Stellungnahme vom Mittwoch.

Eine Hausdurchsuchung des Bundeskriminalamtes am Sitz des Biathlon-Weltverbandes (IBU) in Salzburg hat heute für Spekulationen gesorgt, dass gegen die IBU in Zusammenhang mit Dopingvorwürfen ermittelt wird. Kommissarisch werde zunächst Exekutiv-Direktor Martin Kuchenmeister als Generalsekretär fungieren.

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) bestätigte dem KURIER, dass sie in engem Austausch mit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) stehe, sowie dem Bundeskriminalamt (BKA) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Aufgrund dieser Auskunft kann davon ausgegangen werden, dass es sich um strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit Anti-Doping-Verstößen handelt. SN/gepa pictures/ mathias mandl Biathlon-Generalsektretärin Nicole Resch.

Die IBU war in der jüngsten Vergangenheit für ihre zu lasche Vorgehensweise im Anti-Doping-Kampf massiv in die Kritik geraten. So boykottierten zahlreiche Nationen zuletzt beispielsweise das Weltcup-Finale, das die IBU trotz des russischen Dopingskandals im sibirischen Tjumen veranstaltete. Der neue Verbandsboss und der gesamte Vorstand sollen beim IBU-Kongress Anfang September im kroatischen Adria-Ort Porec gewählt werden. Mit diesem Tag will die Welt-Anti-Doping-Agentur unter Sportlern und in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für den Kampf gegen Doping schärfen und den sauberen Sport fördern. Die Brüsseler Behörde bestätigte am späten Dienstagabend nicht angekündigte Inspektionen bei mehreren Firmen. Der Fernsehsender NRK berichtet darüber hinaus von Durchsuchungen, die in Norwegen stattgefunden haben sollen.

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