Dänische Forscher finden seltenes Nazi-U-Boot XXI am Grund des Skagerrak

Es handelt sich um ein für seine Zeit hochmodernes deutsches Unterwasserboot aus dem Zweiten Weltkrieg! Es war das modernste U-Boot, das die Deutschen im Krieg gebaut haben. Gegenüber der Nachrichtenagentur "Ritzau" äußerte sich der Direktor des Seekriegs-Museums Jütland zum Fund: "Das ist ein ganz besonderes U-Boot".

Kopenhagen - Im Skagerrak - dem Teil der Nordsee zwischen Dänemark und der norwegischen Südküste - ist das Wrack eines deutschen U-Boots aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden (weitere Illustrationen finden Sie hier).

Forscher des Seekriegs-Museums sind dabei, das U-Boot zu untersuchen und zu kartografieren. Deshalb gehen die Museums-Experten davon aus, dass das U-Boot nicht im Kriegseinsatz, sondern wohl auf der Flucht war. Während des Krieges wurde nur zwei U-Boote dieses Modelles eingesetzt.

Nach dem Krieg habe es viele Gerüchte gegeben, dass Nazis mit U-Booten und wertvoller Fracht wie Gold und Gemälden in Richtung Südamerika geflüchtet seien. "Genauso wenig wie, ob das U-Boot Wertgegenstände oder Passagiere an Bord hatte, die nicht zur festen Besatzung von 58 Mann gehörten", erklärte das Museum.

Die U-Boote vom hochentwickelten Typ XXI hätten den U-Boot-Krieg revolutionieren können, wenn genug Boote zu gegebener Zeit fertiggestellt worden wären. Die 76,7 Meter langen U-Boote dieser Klasse konnten durch ihre hohe Akkukapazität und leistungsstarken Elektromotoren wesentlich länger unter Wasser bleiben als andere Typen. Das neu entdeckte Tauchboot hätte nach Museumsangaben ohne Zwischenstopp bis nach Südamerika fahren können!

Auf dem Meeresgrund vor der dänischen Küste liege das U-Boot nun in einer sehr ungewöhnlichen Position: Der Bug habe sich in den Sand eingegraben, das Heck stehe 20 Meter über dem Grund.

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