Deutsche Bank: IT-Vorstand Kim Hammonds geht nach Kritik am Institut

Deutsche BankDer Vorstandsvorsitzende Christian Sewing dankte Hammonds ebenfalls für ihre Verdienste: "Sie hat herausragende Mitarbeiter eingestellt und gefördert, mit denen wir die IT unserer Bank weiter modernisieren und die Digitalisierung vorantreiben werden". Nach der Neubesetzung des Vorstandsvorsitz' verlässt nun IT-Chefin Kim Hammonds nach ihren umstrittenen Äußerungen das Unternehmen. Die Managerin scheidet in gegenseitigem Einvernehmen zur Hauptversammlung im Mai aus, wie die größte deutsche Bank am späten Mittwochabend in Frankfurt im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mitteilte.

Über die Nachfolge wird der Aufsichtsrat in Kürze nach Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden entscheiden.

Hammonds stand seit Monaten unter Druck. Die Managerin hatte bei einer internen Tagung des Konzerns gesagt, die Bank sei das "dysfunktionalste Unternehmen", für das sie je gearbeitet habe. Diese lagen im vergangenen Jahr nahezu unverändert bei 3,8 Milliarden Euro. Der ehemalige Vorstandschef John Cryan hatte die IT des Instituts kurz nach seinem Amtsantritt 2015 öffentlich als "lausig" bezeichnet.

Tatsächlich sank die Zahl der verschiedenen Betriebssysteme von einst 45 auf zuletzt 32.

Mit harscher Kritik an der Bank sorgte Hammonds jüngst allerdings für Schlagzeilen. Im August 2016 stieg sie in den Vorstand auf, wo sie für Infrastruktur und Technologie verantwortlich ist (Chief Operating Officer, COO).

Deutsche BankKim Hammonds hat frischen Wind in die Bank gebracht - mit dem Blick von außen und viel Erfahrung mit organisatorischen Veränderungen. Davor war sie beim Computerhersteller Dell sowie bei Ford.

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