Düstere Prognosen?: IWF warnt vor Risiken an den Finanzmärkten

Die kurzfristigen Risiken seien gestiegen, während die mittelfristigen Gefahren auf erhöhtem Niveau verharrten, teilte der IWF am Mittwoch in Washington mit.

IWF-Finanzmarktchef Tobias Adrian sprach drei konkrete Finanzrisiken an. Auf diese Inflationsgefahren könnten die Zentralbanken aggressiver reagieren als zunächst angenommen, heißt es in dem Bericht. Weltweit sieht der Internationale Währungsfonds allerdings eine positive Entwicklung, was die Staatsverschuldung angeht - mit einer großen Ausnahme.

Der IWF warnte außerdem vor einer Gefährdung des derzeit starken Wirtschaftswachstums durch zu hohe Schuldenstände.

Danach sinkt die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren in zwei Dritteln der Länder - gesetzt den Fall, sie halten sich an ihre Zusagen.

Die jüngste Steuerreform und die Haushaltsplanung sähen einen zusätzlichen fiskalischen Impuls vor, sagte Gaspar anlässlich der Vorstellung des neuen Fiskalberichts des IWF. Die Staatsverschuldung springt von 108 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 117 Prozent. Ein rascher Inflationsanstieg könne die Notenbanken zu einer zügigen Straffung ihrer Geldpolitik zwingen und einen deutlichen Rückgang der Vermögenspreise auslösen, warnte der Experte.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor den größer werdenden Risiken an den internationalen Finanzmärkten. Auch dies könnte eine Folge einer raschen geldpolitischen Straffung großer Notenbanken sein. Ihr Marktvolumen sei vergleichsweise gering, heißt es zur Begründung.

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